
Das äußerst spannende StartUp NeuroNation aus Berlin – die führende Plattform für interaktives Gehirntraining – setzt fast von Beginn an auf einen eigenen Corporate Blog.
Mit Gründer und Geschäftsführer Ilya Shabanov sprach ich über die Wirksamkeit von Firmenblogs sowie seine Social Media Strategie:
Herr Shabanov, was bedeutet diese Kommunikationsform des Corporate Blog für Ihr Unternehmen und Ihre Marketingstrategie?
In unserem Geschäftsfeld haben wir mit zahlreichem Halbwissen und Gerüchten zu kämpfen, der Blog ist hierbei unsere beste Waffe. Dass Gehirntraining wirksam ist, belegen zahlreiche Studien. Natürlich gibt es aber auch Kritiker, die anderer Meinung sind. Wie jede Wahrheit müssen aber auch diese durch das dreistufige Fegefeuer der Anerkennung durch.
Die erste Stufe: “Ignoranz” haben wir bereits hinter uns. Bei der zweiten: “heftige Kritik” befinden wir uns gerade. Der Blog leistet hier gute Dienste, da wir nach und nach von zahlreichen Blickwinkeln unsere angemeldeten und potentiellen Nutzer überzeugen können. Wir können so neue Erkenntnisse, die sonst in wissenschaftlichen Publikationen ihr einsames Dasein fristen müssten, ans Licht bringen und einen Beitrag dazu leisten, die dritte Stufe zu erreichen: “breite Akzeptanz oder Selbstverständlichkeit”. So war es mit der Fitnessbewegung in den 30ern, mit dem Rauchen in den 50ern und so wird es mit Gehirntraining in unserer Dekade werden.
Nebenbei ist der Blog natürlich eine großartige Maßnahme neue Nutzer zu gewinnen. Wir ranken ganz gut bei vielen wichtigen Keywords. Das ist denke ich auch dem geschuldet, dass es noch nicht viel Konkurrenz in Deutschlang gibt. Mit unserem Blog möchten wir eine verlässliche Informationsquelle schaffen, die uns auch langfristig neue Nutzer einbringt.
Wer schreibt auf Ihrem Blog?
Zunächst haben wir es mit externen Dienstleistern versucht, dann mit internen Mitarbeitern.
Letztlich waren wir mit der Qualität nie 100%ig zufrieden und so schreiben wir nun selbst und recherchieren dafür in wissenschaftlichen Publikationen. Häufiger nehmen wir auch Themen, die uns unser wissenschaftlicher Beirat nahelegt oder Interviews.
Arbeiten Sie auch mit anderen Bloggern im Bereich Erwachsenenbildung, Wissenschaften etc. zusammen, oder ist dies geplant?
Nein dies haben wir bisher leider noch nicht gemacht. Bis auf einige Gastartikel in Gesundheits- und Seniorenblogs, sind wir bisher auf uns alleingestellt.
Das ist aber auch sicherlich dem geschuldet, dass das Thema Gehirntraining oder kognitives Training in Deutschland bisher kein großes ist und meist mit Gedächtnistrainern und ihren Seminaren verwechselt wird. Dabei geht es bei uns primär um das Arbeitsgedächtnistraining und nicht um Gedächtnistechniken.
Können sich inhaltlich passende Blogs bzw. deren Betreiber bei Ihnen melden, zwecks entsprechender Kooperationen?
Natürlich. Wir würden gerne Gastartikel aufnehmen und auch gerne schreiben. Außerdem ist auch eine Affiliate-Kooperation denkbar. Wir sind ganz offen.
Was würden Sie aus Ihrer jetzigen Blogger-Erfahrung anderen StartUps raten, die einen Firmenblog in Angriff nehmen wollen?
Ich würde mit dem Bloggen anfangen, noch bevor das Produkt online geht. So kann man bereits Menschen begeistern und eine Fanbase aufbauen ganz nebenbei. Außerdem ist es auch eine gute Übung, um eigene USPs auszuformulieren und Aspekte des eigenen Geschäftsmodells zu durchdenken.
Um Potential nicht zu verschenken, sollte man unbedingt eine Guideline für seinen Blog definieren. Das umfasst Layout und Länge, genauso wie die Themen und SEO-relevante Dinge wie Meta-Tags oder Keywords. Da haben wir anfangs viele Fehler gemacht und einiges an Potential verschenkt.
Noch ein paar Worte zu Ihnen und NeuroNation?

Ilya Shabanov
Ursprünglich entstand NeuroNation im Jahr 2008 und wurde von uns neben dem Studium betrieben. Seit 2010 haben wir eine Förderung der Gründerwerkstatt der BEUTH Hochschule für Technik erhalten und haben es zu unserer Vollzeitbeschäftigung gekürt. Durch zwei renommierte Professoren im Beirat und ein ausgereiftes Produkt sind wir nun Ende 2011 gesundheitlich ausgerichtet und bieten erstmals in Deutschland ein stark personalisiertes Gehirntraining an.
Sowohl die Auswahl der Übungen, als auch deren Schwierigkeit werden fortlaufend von unserem Algorithmus angepasst. Nur so lässt sich, laut neuesten Erkenntnissen, eine gesundheitliche Wirkung realisieren. Unser langfristiges Ziel ist nichts geringeres als eine Gehirntraining-Bewegung in Deutschland auszulösen ähnlich wie Jack LaLanne in den 30er Jahren mit der Fitnessbewegung.
Mein Name ist Ilya Shabanov und ich bin neben Rojahn Ahmadi einer der Gründer und Geschäftsführer von NeuroNation. Primär kümmere ich mich um Teile der technischen Entwicklung und die Unternehmenskommunikation. Ich habe 2010 mein Informatikstudium mit Schwerpunkt “maschinelles Lernen” an der TU Berlin abgeschlossen und direkt im Anschluss mit NeuroNation und “menschlichem Lernen” weitergemacht. Besonders spannend finde ich an diesem Thema, die unserem Zeitgeist so eigene, Emanzipation von unseren Genen, und die Möglichkeit durch Training, weit über sich hinauszuwachsen.













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