Schnell und einfach mehrsprachige WordPress Blogs realisieren: qTranslate

Eigentlich wollte ich ein Blogprojekt für eine Freundin von mir mittels dem bekannten WordPress Plugin WPML auf mehrere Sprachen transferieren. Da es sich jedoch um ein privates, gratis zu erstellendes Projekt handelt kam das mittlerweile kostenpflichtige WPML (ab 29 USD) nicht in Frage.

Kostenlos sollte es sein..

Also testete ich zum ersten Mal qTranslate von Qian Qin als Tool.

So einfach und schnell habe ich noch nie einen Blog mehrsprachig umgesetzt. In den Plugin-Einstellungen die Standardsprache festgelegt, die gewünschten Sprachen hinzu- oder wegwählen, fertig. Selbst eigene seltenere Sprachen kann man so selbst mit eigenen Flaggen hinzufügen (falls jemand einen schwäbischen oder sächsschen Blog braucht ;-). Nun hat man bei allen Seiten im Standardeditor zusätzliche Felder und Reiter für die einzelnen Sprachen zur Verfügung, die editiert werden können.

Der Quellcode wird dabei gleich mit übernommen, so dass man nur noch die einzelnen Texte übersetzen muss, und nicht auch noch den kompletten HTML-Code etc. hin- und herkopieren muss.

Sprachauswahl via Widget

Die Auswahl der Sprachen im Blog selbst lässt sich ganz einfach mit einem bereitgestellten Widget realisieren. Wählen kann man hierbei zwischen Symbolflaggen und/oder Textbezeichnung der Sprachen. Ein Klick beispielsweise auf Englisch, und wie von Zauberhand wechseln die Inhalte auf denen man sich gerade befindet in diese Sprache, ebenso natürlich die ganzen Seitenbezeichner etc.

Will man das Widget bzw. dessen Ausgabe aufhübschen (keine Bullet Points, horizontal angeordnet), so sollte man die Codezeilen

.qtrans_language_chooser li {
float:right;
list-style-type:none !important;
}

mit in die style.css des WordPress-Themes integrieren, der auf der qTranslate genannte Code hierfür hat zumindest bei mir nicht funktioniert.

Besonders schön: Man kann qTranslate so einstellen, dass das Plugin über den Browser automatisch versucht die jeweilige Zielsprache zu ermitteln, diese öffnet sich dann zuerst bei Seitenaufruf des Blogs. Die einzelnen Seiten bekommen einzelne URL’s, die sich beispielsweise in der Terminologie */en/*, */fr/* etc. anlegen lassen.

Ideal für kleinere Blogprojekte

Will ich rein auf Seiten und Beiträgen ausgerichtete kleinere Blogprojekte international zugänglich machen, so ist qTranslate meines Erachtens das Mittel der Wahl.

Mein Beispiel www.ninavoncampe.com habe ich in 15 Minuten zu Deutsch/Englisch hin migriert (ohne die Übersetzung natürlich), das später folgende Französisch wird noch schneller gehen.

Habt ihr Erfahrungen mit ähnlichen Projekten und Plugins? Gerne “her” damit.


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Kommentare

  1. Michael meint:

    wow… genial… vielen Dank :-)

  2. vanvox meint:

    In der Tat, ein sehr User-freundliches Plugin. Code kopieren wäre ja auch doof. Das müsste man ja dann jedes Mal machen, wenn etwas daran verändert wurde.
    Grüße vanvox

  3. Jörg meint:

    Ein sehr smartes und schlankes Plugin. Herzlichen Dank für den Tipp.

    Die Seite, die Du für Deine Freundin “gebaut” hast gefällt mir im übrigen auch sehr gut!

  4. Ronny meint:

    Bietet Google in der Zwischenzeit nicht bereits ein Tool an, mit dem man die Webseite in jede beliebige Sprache übersetzen kann, die von Google-Translate angeboten wird? So etwas habe ich auf verschiedenen Seiten schon gesehen. Damit würde man sich die Übersetzung der einzelnen Seiten sparen. Oder sind die Erfahrungen damit noch nicht zufrieden stellend?

    PS: Es soll bestimmt sächsischen und nicht sächsschen heißen ;)

  5. vanvox meint:

    @Ronny Für einen professionellen Auftritt lässt man lieber die Finger von einer maschinellen Übersetzung. Diese Übersetzer können einen menschlichen Übersetzer noch lange nicht ersetzen. Da kommen unter Umständen eher peinliche Sachen heraus, wie in einem meiner Spam-Kommentare, der so lautete:
    “Lieber Doktor,
    Nehmen Sie sich die Freiheit stören. Dies ist … aus … Firma, die den Hersteller von Maschinen Schönheit ist.

    Herzlich willkommen Sie auf unserer Website … zu besuchen.”

    Glaubst du von denen würde ich jemals Maschinen Schönheit haben wollen, wenn sie sich nicht einmal die Mühe geben, mich in einem einigermaßen korrekten Deutsch anzusprechen. Wenn man sich keinen menschlichen Übersetzer leisten kann, dann verzichtet man lieber ganz auf eine Übersetzung. Bis sich das ändert, müssen die Computerlinguisten noch ein bisschen länger forschen und die Rechner deutlich leistungsfähiger werden.
    Ein schönes verlängertes Wochenende

  6. @Ronny: Ich sehe es so wie Vanvox. Auf http://www.meinstartup.com habe ich aus der Not geboren eine Google Translate-Übersetzung eingebaut, und seither tatsächlich auch mehr Besucher aus dem Ausland. Die Qualität der automatischen Übersetzungen ist (noch) aber recht Bescheiden, vor allem wenn man mit typisch deutschen Redewendungen etc. arbeitet. Für eine wirklich professionelle mehrsprachige Seite wird man deswegen wohl kaum um einen Übersetzer herumkommen..

  7. vanvox meint:

    @Michael Die Möglichkeit, die Geschäftsideen auch auf Englisch lesen zu können, war mir noch gar nicht aufgefallen. Wenn dem Leser bewusst ist, dass es sich um eine automatische Übersetzung handelt und dass solche Tools noch nicht viel leisten können, dann wird er sicherlich bei den tollen Tipps auch bereit sein, ein Auge zuzudrücken :-)

    • @Vanvox: Danke dir)) Es war mehr ein Versuch, denn die Implementierung des entsprechenden Tools GTranslate (http://www.blogprofis.de/das-beste-weblog-plugin-der-welt-theoretisch-bis-zu-20-mal-mehr-besucher-erreichen/1493/, nicht zu verwechseln mit dem hier genannten QTranslate) kostet ja nix. Die Tipps bekommt der ausländische Leser auch so mit, und das wird ihn am meisten interessieren, da diese teils ja exklusiv sind (gerade im Ausland).

      Trotzdem tut es ein wenig weh wenn bei einer solchen Übersetzung beispielsweise aus “Nicht wenige Büroarbeiter steigen selbst hierzulande zunehmend auf die praktischen kleinen Flitzer um” etwas der Art “Quite a few office workers in this country grow even more on the practical little runabout around” wird, auch wenn die Übersetzungen von Google schon deutlich besser geworden sind..

      Ich warte nur noch auf das Killer-Plugin, welches die URL gleich mit übersetzt und neue Artikel anlegt :-) Dann kann man aus 400 Blogartikeln schnell 4000 machen..

  8. Sarah meint:

    Das Plugin ist ist wirklich sehr einfach zu handhaben – und das zum Nulltarif. Wir haben schon einige Webseiten mit dem Plugin realisiert.
    Hier ein Beispiel für die Sprachenkombination Deutsch-Englisch-Spanisch: http://www.sw-mallorca.com
    Ganz nebenbei sind da auch ein paar Bilder zum träumen…

  9. Sebastian meint:

    Hat das zufällig schon jemand in Verbindung mit Custom Post Types + extra meta fields getestet?

  10. @Sarah: Danke für das Beispiel! me gusta :-)
    @Sebastian: Ich leider noch nicht, vielleicht kann ein/e LeserIn weiterhelfen?

  11. vanvox meint:

    Das Beispiel von Sarah ist wirklich ein gelungenes Beispiel für den Einsatz dieses Plugins.
    @Michael Träum schön vom Bloggen am Strand. Das Sandmännchen streut dir heute Nacht bestimmt auch ein bisschen Sand in die Tastatur :-)

  12. H. Englert meint:

    @Michael: Ich hab’ mir deine Arbeit für Nina von Campe angesehen. Schöne Seite, Mehrsprachigkeit funktioniert im Prinzip gut. Allerdings wechselt die Sprache, wenn ich bei Englisch bin und untern Booking etc. anklicke wieder zu Deutsch und ich muss immer wieder auf Englisch zurückstellen.

  13. Michael meint:

    Hast du das Plugin derzeit auf meinstartup.com im Einsatz?

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  1. [...] WordPress mehrsprachig einrichten Mittwoch, 5. Oktober 2011 – 09:37Um Ihren WordPress-Blog mehrsprachig einzurichten gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist das Plugin qTranslate. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf blogprofis.de. [...]

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