
Auf den ersten Blick erinnert das Prinzip von Spreadly.com an einige bereits bekannte social sharing-Anbieter, doch es steckt mehr dahinter.
Geld verdienen mit Facebook, Twitter, LinkedIn, Google & Co. leicht gemacht? Der Gründer der Plattform Marco Ripanti hat es uns verraten:
Marco, magst du unseren Lesern kurz erklären, wie eure Plattform funktioniert, und was das Besondere daran ist?
Hinter Spreadly steckt mehr als nur mit einem Klick Inhalte in Facebook publizieren und kommentieren. Wird wollten ganz bewusst mehr bieten als Dienste wie addthis oder sharethis.
Leser können mit einem Klick noch in drei weitere Netzwerke sharen. Auch in LinkedIn, Google Buzz (bald hoffentlich auch Google+) und Twitter erscheinen so die Neuigkeiten und können weiter verbreitet werden.
Das Besondere aber ist, dass Blogger, die den Spreadly-Button einbauen, mit ihm sogar Geld verdienen können. Nach dem Klick zum Publizieren eines Inhaltes (Neudeutsch: nach dem Like) erscheint eine Werbung verknüpft mit bspw. einem Gutschein. Wer also mit seinem Klick für eine weitere Internetseite wirbt, erhält als Dankeschön einen Gutschein und der Blogger wird von uns am Erlös beteiligt.
So packen wir die Flattr-Funktion in das Sharing ohne weitere umständliche Prozedur oder einen weiteren Button.
An welche Zielgruppe richtet sich Spreadly hauptsächlich?
Spreadly richtet sich mit seinen Werbekampagnen natürlich an Werbetreibende. Sie schalten bei Spreadly Werbekampagnen, bei denen Sie garantiert internetaffine Nutzer erreichen und nur genau nach Reichweite bezahlen.
Sie können wählen, ob sie ihre Kampagne an einer bestimmten Anzahl von Kontakten des Spreaders, der auf Like klickt, oder an einer definierten Anzahl erzielter Likes auf ihre Werbung ausrichten und bezahlen möchten. Hier ist ausschlaggebend welche Art von Empfehlungen sich der Werbetreibende wünscht. Will er starke Multiplikatoren, also Influencer, oder eine gießkannenartige Verbreitung erreichen?
Für Blogger und andere Seitenbetreiber ist der Spreadly-Button natürlich schon deshalb interessant, weil er eine hervorragende Alternative zum Facebook-Like Button bietet, der rechtlich nicht umstritten ist. Ein Grund hierfür ist die Tatsache, dass die Nutzerdaten mit dem Klick auf den Spreadly- Button nicht von Facebook weiter verwertet werden können.

So sieht der Spreadly Button via WordPress aus
Ein kleiner, netter Nebenverdienst lässt sich mit den diskreten Spreadly-Kampagnen außerdem erwirtschaften. Blogger, die nicht werbefrei sein müssen und Facebook für ihre Verbreitung nutzen möchten, ohne dass Facebook ihre Daten erhält, sollten Spreadly testen.
Für große Seiten sind evtl. auch unsere Analytics interessant. Damit kommt ein wenig Licht in das Thema Empfehlungsmarketing auf der eigenen Webseite.
Gibt es ein konkretes Kampagnen-Beispiel, welches man sich Online anschauen kann?
Auf unserem eigenen WordPress Blog haben wir natürlich auch Kampagnen geschaltet. Spannende Kampagnen gibt es aber auch auf Deutsche-Startups.de, Mikestar und den Westfälischen Nachrichten.
Für WordPress, wie auch für Joomla, Typo3 und weiter Systeme gibt es übrigens Spreadly Plug-Ins, die den Einbau besonders schnell und einfach ermöglichen.

Beispiel: Sharen einer Stellenanzeige
Können auch kleinere Portalbetreiber – so wie eben manche Blogger – von eurem Service profitieren?
Profitieren kann eigentlich jeder Seitenbetreiber von Spreadly. Nicht nur weil Seitenbetreiber mit dem bloßen Einbau des Buttons Geld verdienen können, sondern auch weil ihre Inhalte eben nicht nur in ein sondern in vier Netzwerke verbreitet werden können und weil – last but not least – die Seitenbetreiber in ihrem Spreadly- Statistikbereich (nur nach Registrierung zugänglich) sehen können in welche Netzwerke genau ihre Inhalte wie oft mit welcher Reichweite geshared wurden.

Beispiel für einen Gutschein Code, den der Sharer nach dem Sharen erhält
Für den einen oder anderen Seitenbetreiber, der vielleicht denkt, dass nur das Mainstream-Netzwerk Facebook wichtig ist, kann es sehr interessant sein zu sehen, wo die eigene Zielgruppe eigentlich noch liest, kommentiert und Inhalte sogar noch weiterempfiehlt.
Kann ein größeres Blogportal Spreadly vielleicht sogar zur Verbreitung der eigenen Werbebotschaften nutzen, und wie sieht es mit den Kosten hierfür aus?
Die Preismodelle sind sehr transparent und so gestaffelt, dass für jeden Geldbeutel etwas dabei ist.
Mit einem Betrag von 15 EUR geht es los, so dass jeder Werbetreibende für sich die Wirkung analysieren kann ohne, dass Kosten ausufern. Wer zufrieden ist, bucht einfach Kampagnen für höhere Beträge oder mehrere kleine.
Über Marco Ripanti

Marco Ripanti
Der 39jährige Italiener leitet seit Dezember 2006 als Gründer und Geschäftsführer die ekaabo GmbH im süddeutschen Weinheim. Im März 2011 hat er den Social Sharing Dienst Spreadly auf den Markt gebracht und beweist seitdem mit messbaren Zahlen, dass Facebook Marketing zwar wichtig ist, aber auch andere soziale Netzwerke bei der Social Media Kommunikation eine große Rolle spielen.
Der gelernte Wirtschaftskorrespondent und langjährig erfahrene E-Business Betriebswirt gründete insgesamt drei Unternehmen, verkaufte fünf Online-Communitys, leitete die Expansion Europa für die US-Amerikanische Reputationsmanagement-Plattform iKarma.com und konzipierte außerdem über 20 Online-Communitys, die er teilweise auch selbst betrieb.
Aus Marco Ripantis Feder stammen zahlreiche Fachveröffentlichungen aus den Bereichen IT, Marketing und Social Media sowie 2008 das Buch Online-Communities im Web 2.0: So funktionieren im Mitmachnetz Aufbau, Betrieb und Vermarktung.













Besten Dank … Würde mich freuen wenn wir vielen Lesern eine neue Erlösquelle werden könnten.
Freue mich auf alle Fragen.
Bis bald
Marco
Im Grunde bietet man den Lesern so ja auch einen Anreiz auf den Like Button zu klicken, wenn es dafür dann einen Gutschein gibt.
@Djuki: Ich bin am überlegen dies selbst einmal zu testen, ich frage mich wie wohl die Akzeptanz innerhalb aber auch außerhalb der Blogosphäre wäre..
Ich weiß nicht ob es manche verwirrt, dass sie statt direkt auf einen Buttin für Facebook oder Google etc. in einem zweiten Schritt noch einmal angeben müssen, wohin geteilt werden soll?
Würde mich freuen.
Die Optik des Buttons wird sich noch ein wenig ändern und näher an die “Originale” gehen. Die Auswahl ist nur beim ersten Klick vielleicht eine Hürde. Danach gibt es ja wie gewohnt die Möglichkeit einen Kommentar zur Empfehlung zu schreiben.
Grüße und Danke
Marco
Hallo Djuki,
so war unsere Absicht. Als wir dann merkten, dass nicht jeder Blogger oder Seitenbetreiber auch etwas zum belohnen hat, haben wir uns auch noch darum gekümmert, dass immer was da ist uns können so dem Blogger auch was zahlen.
@marco
ja gerade für kleinere Blogger ist das natürlich geschickt. Man bietet etwas und bekommt dafür wertvolle klicks und kann sogar bisschen was verdienen. Nur bin ich, wie Michael auch schon anmerkt, recht gespannt wie das unter Bloggern ankommt. Denke werde es einfach mal versuchen
Unser neues Release ist da … http://blog.spreadly.com …
Jetzt geht es an die Arbeit für das Weihnachtsrelease und dann sind hoffentlich auch alle Blogger von Spreadly überzeugt :-)
Danke und Grüße
Marco
Das hört sich wirklich nicht uninteressant an…!
Nur das Share-Windows und die Buttons wollen mir in Ihrer Farbenpracht nicht ganz so gefallen, ist dies veränderbar?
Hallo René,
vielen Dank. … Wir sind da mittlerweile ganz Deiner Meinung und legen in diesem Punkt bald nach.
Grüße
Marco