Mit dem eigenen Blog Geld verdienen? – in den USA kein Problem!

Gastbeitrag von Ronny Siegel, ploync.de.

Darauf hat die Bloggergemeinschaft nur gewartet. Einen Dienst der Werbende und Blogger zusammen bringt. “Ach, nichts Neues und bestimmt wieder nur dicke Werbeluft”, könnte man jetzt vermuten. Nur leider gibt es bei der ganzen Sache einen kleinen Haken: der Dienst ist derzeit nur in den USA verfügbar und evolutioniert dort gerade die Vermarktung von Webseiten.

Als Blogger kennt man das leidliche Thema mit seiner Webseite, mal ein paar Penunzen verdienen zu wollen. Was hat man nicht alles probiert: Google Adsense, einen eigenen Amazonshop, Afilliate und natürlich nicht zu vergessen die Festbanner zu Festpreisen. Doch sind wir mal ehrlich, wollen wir uns wirklich mit diesen Dingen beschäftigen? Sorry, aber ich bin Blogger und mein Können besteht im Erstellen von Content und nicht darin ein Unternehmen davon überzeugen zu müssen, dass 50.000 Seitenimpressionen in Kombination mit einem Werbebanner auch positive Auswirkungen für das Unternehmen haben könnten.

BySellAds oder wie man ab 10.000 Seitenimpressionen, 2.000 Dollar verdient

In den USA hat man dieses Problem erkannt. Das Ergebnis ist ein Dienst der Blogger und Werbende zusammenbringt. Die Funktionen auf die der Dienst dabei zurück greift, kennt jeder Blogger. Man bindet einfach einen Code, a la den bekannten Google Adsensecode, auf seiner Webseite ein und über diesen wird die Werbung auf die Webseite ausgeliefert.

Das Ganze funktioniert wie folgt. Nachdem der Code auf der eigenen Webseite integriert wurde, beginnt dieser die Seitenimpressionen der Webseite zu zählen. Knackt man die 10.000er Marke monatlich, wird die Webseite automatisch in das Angebot des Werbedienstes aufgenommen. Fortan erhält man Werbung auf den vorgegebenen Flächen. Abrechnen kann man zu Festpreisen und per Impressionen, je nachdem womit man sich bessere Chancen ausrechnet.

Die Preise die dabei dem Blogger vergütet werden, beginnen bei 40 Cent pro tausend Impressionen und enden derzeit bei 3.399 Dollar als Festbanner für 30 Tage (dafür braucht man dann aber auch mal über 7 Millionen Seitenimpressionen). Der Betreiber des Dienstes behält sich für das Bereitstellen der Schnittstelle eine Provision von 25 Prozent ein.

Was bringt ein Follower? – Für jeden Tweet rund 0,1 Cent

Wer auf der Webseite von BySellAds etwas stöbert wird zudem noch einen weiteren Dienst finden, der zukünftig auch hierzulande interessant werden könnte. Dort werden bereits heute Social Media Profile für Werbung benutzt (zurzeit nur Twitter). Wie viele Follower man dabei besitzt, spielt scheinbar “noch” keine Rolle. Dafür werden für jeden Werbe-Tweet zwischen 10 und 600 Dollar gezahlt. 600 Dollar sind allerdings die Außnahme, denn in der Regel kann man für 100.000 Follower zwischen 50 und 100 Dollar für einen Tweet erlangen.

Wohing geht die Reise? Die Frage ist natürlich äußerst interessant. Erst einmal frag ich mich, wann wird es einen solchen Dienst auch hierzulande geben. Doch wenn man bedenkt, dass dies sicherlich nur eine Frage der Zeit ist, weiß man als Blogger worauf man sich bereits heute konzentrieren sollte: Guten und interessanten Content um Impressionen und Follower zu erhalten.

Quelle: http://buysellads.com/

Titelbild: David Ritter, USA


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Kommentare

  1. René meint:

    Ich habe da auch noch ein praktisches Werbenetzwerk für Werbebanner zum Festpreis!Die Banner werden nach einer Buchung automatisch auf der Webseite intergriert, oder erst durch eine Freischaltung. Man spart sich somit das eigenständige Einbinden der jeweiligen Banner…

    Zu finden ist der Dienst hier:
    https://www.blogads.de/

    Beste Grüße,
    René

    • Ben meint:

      Wirklich gute idee. Nur leider gibt es bisher anscheinend noch zu wenig Advertiser. Der Dienst muss noch bekannter werden damit es etwas vergleichbares zu buysellads wird. Wäre auch schön wenn der Code mal von Javascript auf PHP umgestellt wird.

      • Timo meint:

        Stimmt je nach Thema auf jedenfall. Auf einem Blog habe ich jeden Monat eine Buchung, auf einem anderen ist in über 4 Monaten noch keine einzige Buchung reingekommen. Ist also sehr abhängig vom Blogthema.

    • Kling interessant, wird sofort ausprobiert … Danke für den Hinweis.

  2. Kai Thrun meint:

    Den Ansatz gab es bereits “vor Jahren” (2007?) mit der Gründung von adNation, worin ja auch Sascha Lobo involviert gewesen ist. adNation hatte sich ja zur Aufgabe gemacht, genach diese Lücke zu schließen.

    Der “Dienst” ansich ist aber nicht das Problem, sondern die Haltung vieler Blogger untereinander. Und wir deutschen sind nun mal keine Amerikaner. Hier wird jeder Versuch der Eigenwerbung als Prahlerei empfunden, auch wenn dies nicht mehr ganz so schlimm ist, wie es mal gewesen ist.

    Ich denke, wir werden noch ein paar Jahre brauchen, bis man auch außerhalb von Tech, Mode und ein paar Ausnahmen als 1-Man-Show sich vom Bloggen unterhalten kann :-)

    Nichtsdestotrotz – lasst die Kasse klingeln ;)

    Viele Grüße,
    Kai Thrun

    • Kathrin meint:

      Der US-Markt in Sachen Monetarisierung von Blogs oder Magazinen ist aus meiner Sicht kaum mit dem Deutschen Markt vergleichbar. Erstens schon wegen der Reichweite (in den USA unendlich grösser als hier, somit interessant für Online-Werber) und zweitens – und da hast Du Recht – wegen dem Gegenwind, der hierzulande solchen Services und deren Teilnehmern vielfach ins Gesicht bläst (Werbeschaltungen werden gleich zu “Seelenverkauf” hochstilisiert, etc.).

      Hierzulande war es beispielsweise auch so, dass sich Werbetreibende lange gescheut haben, halbwegs vernünftig bezahlte Werbung in Foren zu schalten. Diese “Zurückhaltung” wurde bezugnehmend auf Blogs nicht besser. Zum Leidwesen der Autoren…

  3. DanielB meint:

    Schade, dass wir nicht in den USA sind. Hier wäre noch so viel möglich…

  4. vanvox meint:

    10 Dollar pro Werbetweet wären gar nicht mal so schlecht. Vielleicht lohnen sich die 8000 Follower doch noch :-)

    • Ronny meint:

      8000 Follower sind für deutsche Verhältnisse gigantisch.
      Ich habe mal fix recherchiert und gelesen, dass Twitter in 2011 gerade einmal 550.000 deutsche Nutzer verzeichnete. Vergleicht man dies mit den Follower amerikanische Twitterer, dann gibt es in diesem Bereich noch einen akuten Nachholbedarf.

    • @Vanvox: Das wollte ich dich schon längst einmal gefragt haben, wie ist es dir denn – abgesehen von deiner sehr guten Arbeit – gelungen so viele Follower in so kurzer Zeit zu gewinnen? Das hat sicherlich auch mit der Ausrichtung des Blogs auf eine spezielle Nische zu tun?

      lg Michael

      • vanvox meint:

        @Michael ;-) Es hat ein bisschen etwas mit dem Blogthema zu tun, denn ich schreibe regelmäßig zum Thema Twitter.
        Wer in kurzer Zeit sehr viele Follower sammeln möchte, liest am besten den Newsletter von Twitterguru DocGoy. Ich denke, dass die amerikanischen Accounts auch deswegen so viele Follower haben, weil dort eher solche Methoden eingesetzt werden, wie die von DocGoy propagierten. Ich wollte nicht so gierig sein und habe irgendwann aufgehört, danach zu arbeiten, sonst hätte ich jetzt womoglich an die 100 000 Followern. Damit würde ich mich vielleicht gar nicht mehr auf die Straße trauen. Und ich merke immer noch die Auswirkungen, denn neulich hatte ich solch einen Follower-Ansturm, dass ich mich gezwungen fühlte, welche zu blockieren.
        Für diejenigen, die eher auf Qualiät als auf Quantität setzen, habe ich in meinem Blog ein paar Tipps zusammengestellt in diesem Beitrag: http://www.vanvox.de/ein-paar-tipps-zum-aufbau-eines-twitter-accounts-mit-qualifizierten-followern/1852/

  5. TimoHL meint:

    Was das Thema Bloggen und Geld verdienen angeht, sind die meisten Amerikaner uns schon im Vorteil. Allerdings haben diese natürlich auch eine wesentlich größere Reichweite. Nicht nur das es die USA in etwa 4 mal so viele Einwohner haben wie wir, auch der Umstand das Englisch eben von einem großteil der Weltbevölkerung verstanden wird, verhilft denn Bloggern dort natürlich zu einer ganz anderen Reichweite als einem deutschen Blogger der in deutsch schreibt…

    Vielleicht sollte ich mein Englisch noch einmal ein wenig verbessern und einen englisch-sprachigen Blog starten… hm…

    • zwillingspapi meint:

      @TimoHL – ich stimme dir zu. Es ist die Reichweite, die eine Rolle spielt. Der deutschsprachige Raum ist nun einmal begrenzt. Englisch versteht man auch im Rest der Welt. So setzt ja das deutsche Team von deliciousdays auch auf engl. Texte. Ist bei einigen Themen ja nicht uninteressant und ich glaube Michael hatte auch schon etwas dazu hier geschrieben, die Blogbeiträge in Fremdsprachen anzubieten.
      In diesem Sinne frohes Bloggen. Und vielleicht klingelt es doch einmal…

  6. OfficeTrend meint:

    Ein paar so Ansätze gibt es ja auch hier bereits, z.B. mit Shareifyoulike. Für das View-Modell gibt es Usemax. Doch alles in allem ist es hier in good old Germany eher spärlich und großartige Umsätze gibt es dabei auch nicht.

    Wahrscheinlich ist es der deutschen Werbewirtschaft etwas zu “spammy”, denn im Prinzip ist nichts einfacher als Accounts, egal ob bei Twitter, Facebook oder sonst wo mit abertausenden von Followern (wo nicht ein einziger auch nur das geringste bringt) aufzubauen. Es gibt ja auch genug englischsprachige Dienste, die genau ein solches ermöglichen (inklusive Website Views). Diese Dienste in deutsch stümpern aber meist vor sich hin (außer wahrscheinlich das Kauf-Business bei ebay).

    LG
    Tanja

    • @Tanja: Vielleicht findet hier ja doch noch nach und nach ein Umdenken hierzulande statt. Wenn man bedenkt, dass sich etwa Firmenblogs in den meisten Branchen erst sehr allmählich durchsetzen, da sind uns die Staaten ebenfalls einige Jahre voraus.. Und Social wird ja eine immer stärkere “Währung”..

  7. Stefan meint:

    Solche Dienstleistungen sind wirklich interessant, aber leider noch im deutschsprachigen Raum kaum vorhanden, so dass es für deutsche Internet Marketer kaum nutzbar ist. Was natürlich sehr schade ist.

  8. Gary meint:

    40 Cent für 1.000 Impressions? Das wäre aber sehr wenig. Wenn man überlegt, dass Medien wie tagesspiegel.de 15-20 € für 1.000 PIs bekommen. Meines Erachtens sollten die Blogger selber sich zusammen tun und eine gemeinsame Vermarktung gründen, wo sie sich selber vernünftige Preise geben können und auch gute Blogs unter 10.000 Besuchern helfen können.

  9. Hallo! Auch in Deutschland kann man meiner Meinung nach mit einem Blog Geld verdienen.
    Hier heißt das Zauberwort Affiliate Marketing. Ich beschäftige mich seit einer Weile
    mit dem Thema und blogge auch darüber. Vielleicht hat ja jemand Interesse mal zu lesen:
    http://mit-blog-geld-verdienen.de Ich berichte dort über die verschiedenen Möglichkeiten
    um mit einem Blog Geld zu verdienen und behandele gleichzeitig auch SEO-Themen, etc.

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