
Mit themes4wp.de betreibt Uwe Ramminger ein tolles Portal für Premium WordPress Themes.
Worauf es bei der Auswahl des richtigen Designs ankommt, dazu und mehr stand er uns “Rede und Antwort”:
Uwe, du betreibst ein Portal für Premium WordPress Themes. Setzt du selbst generell auf ProThemes, oder wägst du je nach Blog bzw. Ziel des Portals ab?
Ich bin bei WordPress Themes wahrscheinlich den selben Weg gegangen wie so viele Blogger.
Anfangs nutzte ich natürlich nur Free Themes die es im offiziellen Themes-Katalog bei WordPress gab oder aber auf irgendwelchen ominösen Theme-Seiten im weiten Netz gefunden habe. Ich sah damals einfach nicht den Sinn Geld für etwas auszugeben, das es auch kostenlos gab. Heute weiß ich es besser… ;-)
Themes aus beiden Quellen haben dabei eine Gemeinsamkeit: Sie sind sehr starr und haben immer den gleichen Blog-Aufbau, für eine Blog-Software was WordPress damals auch noch war und für Blogger prinzipiell auch ausreichend.
Doch ich erkannte schon früh, dass man mit WordPress viel mehr machen konnte als “nur” bloggen. Mittlerweile setze ich ausschließlich WordPress ein und setze auch ausschließlich auf Premium Themes.
Das hat hauptsächlich Gründe in der Bedienbarkeit. So ist die Bedienung meist viel einfacher, man hat viel mehr Einstellungsmöglichkeiten in Sachen Layout, SEO, Grafik usw. Außerdem freue ich mich bei Premium Themes immer über den meist recht sauberen Code (weil man doch immer wieder was im Code rumbasteln/erweitern möchte), und dass ich dem von mir gewählten Design nicht an jeder Ecke begegne.
Ein weiterer Vorteil von Premium Themes und WordPress im Allgemeinen ist aber auch, dass man mit den richtigen Plugins und einem tollen und umfangreichen Theme aus einer normalen WordPress Installation ein gutes, günstiges und leicht zu bedienendes CMS machen kann.
Sehr schön, dass man bei Themes4wp.de auch nach Spezialthemen suchen kann, ich wusste gar nicht dass es spezifische Designs etwa für Restaurants oder Hotels gibt. Wie wichtig ist deiner Meinung nach, dass das Template zum Blogthema passt, und woran kann man dies festmachen?
Das ist schon sehr wichtig. Man sollte meiner Meinung nach als reiner Blogger ein sehr neutrales und vom Design her passendes Theme nutzen.
Dein Blog hier ist ein gutes Beispiel: Design klassisch, neutral, stylish und somit passend. Und wie ich erkennen konnte nutzt du ein Theme von Studiopress. Eine sehr gute Wahl. Nutze ich auf seo4wp.de auch und bin sehr zufrieden.
Der Markt an Theme-Programmierern wird immer größer. Worauf sollte man insbesondere bei der Auswahl des richtigen Frameworks oder Anbieters achten?

Uwe Ramminger
Wichtig sind aber auf jeden Fall der Support, der saubere Code und ausgefeilte SEO-Einstellmöglichkeiten.
Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass nicht irgendwelche Links im Footer versteckt sind oder aber trotz Bezahlung dort verbleiben müssen. Ein guter Indikator ist meines Erachtens auch, dass regelmäßige Neu-Releases darauf schließen lassen, dass der Anbieter gut arbeitet und somit gute Qualität anbietet.
Wenig entscheidend ist der Preis eines Themes. Ich habe schon Themes für $300 gesehen die Mist waren, auf der anderen Seite auch sehr gute Themes für lediglich $16.
Mit WordPress kann man ja so einiges „anstellen“ und auf die Beine stellen, was beispielsweise deine Kategorie „Nischen-Themes“ zeigt. Verwässern „Blogs“ immer mehr, bzw. gibt es deiner Ansicht nach eine Grenze zu „normalen“ Onlineportalen?
Ich denke die Zeit als man WordPress als Blog-Software bezeichnen konnte, ist vorbei. Heute ist es doch eher so, dass WordPress Blog kann, aber auch als CMS nutzbar ist. Vielleicht sollte man WordPress in Zukunft einfach als Publisher-Software bezeichnen…? ;-)
Aber im Ernst. Mit dem richtigen Theme und den passenden Plugins kann ich eine Menge aus WordPress rausholen. Warum sollte ich beispielsweise für kleine Projekte oder Webseiten wie für Cafés, Restaurants und KMU´s im Allgemeinen ein riesiges aufgeblasenes CMS bemühen, das ich eventuell auch noch extern einrichten und pflegen lassen muss? Wenn man dafür WordPress mit all seinen Möglichkeiten nutzen würde und die Funktionen ausreizen würde, könnte man eine Menge Geld sparen.
Im Endeffekt ist WordPress die ideale Software für Cafés, Restaurants, Bistros, Nageldesigner, Kioske, alle Art von Einzelhandels-Fachgeschäften, Hotels, Massage-Studios, Friseure, Ärzte, Rechtsanwälte, Büroservices, Handwerker, Bäckereien, Metzgereien, Beauty-Salons, Wellness-Salons, Tierärzte, Steuerberater, Versicherungs-Makler, Vereine, Speditionen, Umzugsfirmen… Man könnte die Liste ewig fortsetzen…
Wie oben schon erwähnt sehe ich WordPress nicht in der Kategorie Blog-Software sondern eher als Publishing-Tool. Wer mit WordPress bloggen möchte kann dies hervorragend tun, wer Portale betreiben möchte ist mit WordPress ebenfalls gut bedient.













Uwe hat meines Erachtens sehr Recht. Ich habe kürzlich via WordPress den Onlineauftritt für einen befreundeten Kunstbuchhändler erstellt (Antiquariat).
Sieht schick aus, und für das gleiche in HTML hätte er sicher mehr als das Fünffache bezahlen müssen.
Für die meisten Onlineprojekte reicht WP mehr als aus, und Firmen könnten enorm Geld sparen. Durch die Fokussierung auf Blog-Software spricht sich das jedoch leider kaum herum.
Hallo Michael,
vielen Dank für die Möglichkeit diese interessanten Fragen beantworten zu können. Hat Spaß gemacht…
@Uwe: Ich finde es klasse, dass es zunehmend Portale gibt, die sich mit Premium Themes auseinandersetzen und den Usern einen guten Überblick bieten. Vielleicht ziehst Du ja auch meine Themes in Erwägung.
http://www.blogprofis.de/der-prinz-schicke-wordpress-themes-aus-der-heimat/3711/
Oh…habe gerade gesehen, dass ich ja bereits vertreten bin. Danke dafür.
Eine Sache noch. Ich bin nicht der Meinung, dass Themes ausgefeilte SEO Optionen haben sollten. Natürlich sollten die Basics befolgt werden sollten (z.B. vernünftige Nutzung von H Tags etc.). Aber weitergehende SEO Optionen, wie pro Seite festlegbare Meta Title, Description etc. sollten mittels einem Plugin verfügbar gemacht werden.
Warum? Weil diese Dinge nämlich auch dann noch zur Verfügung stehen, wenn man das Theme wechselt und nicht nur an das eine Theme gebunden sind.
Viele Themes im Premiumbereich werben mit ausgefeilten SEO Optionen, können diese aber meist nur unzureichend bedienen, wärend ein Plugin wie wpSEO hier sehr viel weiter geht.
@Michael: Ich finde das ebenfalls relativ zweitrangig, lieber ist es mir wenn das Theme möglichst schlank ist.
So musste ich einmal mühsam alle Theme-internen SEO-Funktionen “ausschalten”, weil sie sich mit meinem SEO-Plugin – das deutlich mehr konnte – hakte.
Ist aber wohl ansichtssache, für Einsteiger die kein zusätzliches Plugin installieren wollten kann sich vielleicht durchaus ein SEO-Theme lohnen.
Wäre mal ne Umfrage wert, was die Leute so dazu meinen.
Ich stehe mittlerweile auf dem Standpunkt, dass man spezielle Funktionen (SEO, Galerien, etc.) lieber in ein Plugin auslagert, weil man sich dann Themeunabhängiger macht. Das wird oft vergessen. Beispielsweise die Menge an Shortcodes, die Premium Themes heute mitbringen und die auch total klasse sind, um schnell und einfach allerlei Sachen zu bauen. Aber wechselst Du das Theme ist alles im Eimer und Du kannst von vorne anfangen. Würde man das in ein Plugin auslagern, wäre man unabhängig.
Ich werde das demnächst für meine Themes anbieten. Ein Shortcodeplugin mit grafischer Benutzerobefläche (man muss also nicht mit den Shortcodes rumfummeln) das natürlich auch in anderen Themes genutzt werden kann.
Dauert aber noch ;-)
Aber ist es nicht allgemein wichtig, dass sich Templates unterscheiden? Ich meine, Google liest doch ein, was es für ein Template ist und duplicate content kommt ja nur in den seltesten Fällen gut an.
@Jenna: Das stimmt sicherlich zum Teil, durch die einzelnen individuellen Inhalte (Texte, Widgets, Formate, Plugins etc.) dürfte das jedoch nur wenig ausmachen. Idealerweise passt man jedoch auch ein Premium Theme eh im Code noch ein wenig an, damit man nicht sieht dass es sich um ein Standardtheme handelt.
WordPress bietet sich einige gute Möglichkeiten, allerdings ist das beste wohl noch immer, seine eigenen Dateien von Grund auf selbst zu codieren. Da lässt sich dann wirklich alles ermöglichen und man muss es in überhaupt keine Schublade mehr pressen. ;-) Ein fertiges Produkt wird ganz einfach niemals so frei gestaltbar sein, als hätte man es selbst entworfen und entwickelt ;-)