Gäste und Kunden selbst bloggen lassen – mit dem Gravity Forms Plugin

Kürzlich habe ich wieder ein geniales WordPress Plugin entdeckt, welches ich euch nicht vorenthalten will.

Folgende Ausgangssituation: Ein Kunde von mir – auf dessen Blog eine Art Newsticker oder eigenes kleines Presseportal integriert ist – suchte eine einfache Möglichkeit, dass wiederum seine Kunden Blogbeiträge selbst bei ihm auf dem Blogportal verfassen und einrichten können, und er diese dann quasi nur noch nach einer kurzen Kontrolle freigeben muss.

Selbst Bildupload, custom fields & post types werden unterstützt

Zu viel Arbeit hatte er bislang wenn er Pressetexte seiner Kunden bei sich veröffentlichte, da diese ihm meist einen unformatierten Text schickten, ohne genaue rechtliche Angaben des presserechtlich Verantwortlichen, mit einem losen unbearbeiteten Bild im Anhang etc. Das heißt ein Mitarbeiter von ihm saß regelmäßig bis zu mehrere Stunden am Tag da, um diese Emails in brauchbare Blogartikel umzuwandeln. Keine schöne Situation, zumal der Veröffentlichungs-Service für seine Kunden selbst auch noch kostenlos war.

Mit dem Gravity Forms Plugin für WordPress kann man nun – unter anderem – folgendes machen:

  • Sehr einfach und intuitiv eine Seite mit einem Formular erstellen, über das Gastautoren o.ä. einen Beitrag einreichen können, der dann sofort als Draft in WordPress angelegt wird
  • Das tolle daran: Selbst custom fields lassen sich direkt und einfach mit Gravity Forms erstellen und in das Formular einbinden, so dass man die einzelnen zu machenden Eingaben der Kunden, Gastschreiber etc. komplett vorstrukturieren kann (Auch mit Prüfung auf Logik wie korrekte URL, Telefonnummer, Zeichenbegrenzung u.v.m.), und dann individuell formatiert innerhalb eines WordPress-Templates ausgeben kann
  • Selbst ein zusätzliches Mapping-Plugin für noch weiterführende Transaktionen und Custom Post Types ist hier erhältlich
  • Das Formular kann beliebig erweitert werden, mit einem Captcha-Schutz gegen Spam versehen werden
  • Man kann den Verfasser Artikelbilder hochladen lassen (leider nicht mit Begrenzung der Größe oder Datenmenge), sonstige Anhangdateien etc.
  • Vordefinierbare Eingabelisten im Formular, optionale Auswahl der Kategorie in welcher der Post angelegt werden soll, Preisfelder, unterschiedlichste Layouts etc., alles kein Problem

Zwar kostet das Plugin in der Einzellizenz 39 Dollar (um die 30 Euro aktuell), aber es ist für diesen und andere Zwecke meines Erachtens seinen Preis mehr als wert. Eine deutsche Sprachdatei zu Gravity Forms gibt es übrigens hier bei deckerweb.

Nicht kostenlos aber preiswert

Leider kann ich euch das Ergebnis des Self-Publishing-Formulars zum kompletten Einreichen von Beiträgen nicht live zeigen, da es sich nicht um eine offiziell erreichbare Seite handelt. Aber so komfortabel und schnell habe ich eine vergleichbare Aufgabenstellung bislang noch nie umgesetzt.

Das Tool könnte sich auch lohnen, wenn man viel mit Gastautoren bzw. Gastbeiträgen oder auch externen Autoren arbeitet, und sich die Arbeit via Copy&Paste, Bildupload etc. sparen will. Tolles Plugin! Fragen hierzu? Gerne in den Kommentaren..


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Kommentare

  1. TimoHL meint:

    Klingt wirklich gut. Werde ich mir mal genauer anschauen. Wäre etwas, das ich bei Projekten einsetzen könnte.

  2. Ronny meint:

    @Michael: Mich würde interessieren, wie der Artikel anschließend optisch aussieht. Kannst du vielleicht hierzu einen Screenshot verlinken (wichtige Stellen kannst du ja schwärzen ;)?

    • @Ronny: Das Projekt ist noch nicht live.. Es ist ein ganz normaler Beitragstext ohne Formatierungen und mit einem Standardbild.

      Allerdings wird am Ende jedes Artikels standardisiert eine Reihe von Variablen ausgegeben, wie Adresse des aufgebenden Autors, einzelne Kontaktdaten, Name des Presseverantwortlichen etc. Das habe ich über einzelne Custom Fields abgebildet..

      Hoffe das hilft dir trotzdem?

  3. Stefan meint:

    Hallo,

    aus den gleichen Gründen wie im Artikel genannt habe ich mir nun Gravity Forms besorgt – zuerst war ich etwas kritisch wegen des Designs, aber nun, nachdem ich ins Backend geguckt habe, muss ich sagen: Man kann alles einstellen und mit CSS formatieren, so wie man es sich wünscht.
    Nun habe ich noch Sonderwünsche – z.B. möchte ich Custom Fields mithilfe des zweiten hier genannten Plugins einbinden, aber ehrlich gesagt weiß ich nicht recht, wie das geht. Eine deutschsprachige Anleitung gibt es nicht. Kannst du mir hier einen Tipp geben?
    Danke!

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