Facebook? Welches Facebook?

Schon gestern geisterten die ersten – meist sehr überzeugten – Stimmen zum neuen Google Plus Layout durch das Web.

Anscheinend wurden die aktuellen Funktionen erst nach und nach ausgerollt, umso größer war heute früh bei mir die Überraschung, als ich mein Plus-Profil anschaute. Und ich muss sagen, auf den ersten Blick bin ich begeistert.

Das “neue” Google Plus macht Spaß

Also gleich einmal das Standardlayout ein wenig aufgehübscht, ein bisschen Individualität muss ja schon sein. Mit diesem Relaunch macht Google Plus meines Erachtens einen wichigen Schritt nach vorne. Wird es damit auch für die Blog-Vermarktung wichtiger? Bisher tummelten sich eher reine Insider und eben sehr viele Blogger bei der Facebook-Alternative, das war sehr angenehm, aber die meisten Blog-Leser fehlten eben doch (auße bei technikaffinen Blogthemen).

Man wird wohl abwarten müssen, in wie weit die Anstrengungen von Google als auch die neue TV-Kampagne Wirkung zeigen. Fakt ist: Plus macht Spaß. Die andere Frage: sehen das auch die unzähligen Facebook-Nutzer so? Macht es überhaupt Sinn, neben Facebook – wenn man dies bereits ausführlich nutzt – ein weiteres soziales Netzwerk so ausführlich zu nutzen? Oder gar zu wechseln?

Bedeutung für das Blogmarketing

Man darf nicht vergessen, dass wir Blogger das (professionellere) Google Plus mit anderen Augen sehen, als ein “normaler” Facebook-Nutzer.

Zu begrüßen wäre es meines Erachtens, wenn Plus mehr Anteile hinzubekommt. Schließlich gewinnen die “Plusses” auch für die Blogvermarktung immer mehr an Bedeutung. Oder ist es eine Generationenfrage, wenn man mit Facebook nicht so sehr warm wird? Ist Google Plus im Sinne von “Don’t be evil” denn besser als das Zuckerberg-Imperium? Ich weiß es nicht..

Hier übrigens ein paar gesammelte Stimmen von BloggerkollegInnen zum neuen Plus (weitere Links könnt ihr gerne in den Kommentaren posten):


Kommentare

  1. René meint:

    Mir gefällt es auch sehr gut, doch für mich fehlt noch das ein oder andere bei Google+. Zum einen wäre da die API und zum anderen wäre es sicherlich auch spannend wenn man bei Google+ auch eigene Seiten (bzw. Reiter oder Tabs) erstellen könnte…

  2. Reiner meint:

    Übrigens für Blogger auch interessant ist die neue Google Currents Anwendung. Man kann seinen Blog als Angebot für Currents bei Google einstellen. Dazu muss man den Currents Producer aufrufen und seine Blogdaten, Feed und Kategorie eingeben. Man benötigt den Google Chrome Browser dazu. Google konvertiert den Blog dann in ein Tablet oder Smartphone-Format zum lesen. sieht schicke aus und ist bez. der Reichweite interessant. Da der Dienst jetzt erst in Deutschland gestartet ist, gehört man evtl. zu den Ersten. Gebt mal in das Suchfeld meinen Blog Denkmuskelkontraktion ein, dann seht ihr wie Google das darstellt.

    • Dennis meint:

      in der Suche wird man allerdings erst ab 200 Abonnenten angezeigt. Davor kann man nur über einen Link Abonnenten sammeln. Das dürfte für viele kleine Blogs ein großes Problem darstellen, da sie keine 200 Leser haben, die Currents aktiv nutzen. Für mich hat sich Google mit dieser Limitierung selbst disqualifiziert.

      • Reiner meint:

        Also ich habe über die Suche meinen Blog gefunden. Das war kurz nach der Erstellung. Den Link habe ich auf meinem Blog veröffentlicht. Mit derZeit bekommt man die 200 denke ich zusammen. Currents steht ja noch am Anfang in Deutschland. Die Limitierung kann ich auch nicht verstehen, wäre seitens Google nicht nötig gewesen!

    • @Reiner: Danke für den Tipp! Kannte ich noch gar nicht, sieht aber sehr spannend aus, das werde ich gleich einmal ausprobieren..

  3. Hennig meint:

    Insgesamt ein gelungenes Redesign! Noch schöner wäre es gewesen, wenn man sich facebook und Twitter zum Vorbild genommen und den gesamten Inhalt nicht links an die Wand geklascht (bei hohen Auflösungen), sondern einfach bei mittig gesetzt hätte. Aber auch so macht es was her und ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

  4. vanvox meint:

    Ich hätte auch lieber alles mittig gehabt, ansonsten gefällt mir das neue Design ganz gut.
    Und damit Google+ weiterhin Spaß macht, ist es vielleicht ganz gut, wenn gewisse Leute auf Facebook bleiben und nur dort mit “Kannst du mal bitte für mich klicken?” nerven.

  5. Gregor meint:

    wer sich für google+ interessiert oder dort schon einen großteil seiner kontakte hat wird nur aufgrund des neuen designs google+ nicht verlassen, klar gibt es ein paar änderungen die ich persönlich nicht ganz so gelungen finde, aber letztendlich zählt halt immernoch die funktionalität (meiner meinung nach).

  6. Andy1 meint:

    Also das neue Design hat schon was, würde mir aber mehr Farbe wünschen. Das ganze errinert doch Stark an Facebook. Ein bisschen Individualität wäre nett.

  7. Mariane meint:

    Durch die Umstellung auf das neue Design finde ich persönlich Google+ mittlerweile deutlich sympathischer als Facebook. Ich könnte mir vorstellen, dass spätestens bei der generellen Verteilung der Facebook Timeline auf alle Profile in Deutschland einige Nutzer zum direkten Konkurrenten von Google abwandern werden. Wobei Bestandsängste werden bei Facebook aufgrund der über 700 Millionen registrierten Benutzer sicherlich nicht aufkommen. Bei Google+ nervt es aber immerhin nicht so dermaßen, dass manchen Freunden dutzend verschiedene Statusmeldungen, Bilder etc. gefallen.

  8. Frederick meint:

    Neues Layout hin oder her… Lohnt denn der Einstieg bei google plus tatsächlich, um deutschprachige Kunden zu gewinnen? Meines Wissens nach ist google plus zumindest bei speziellen Zielgruppen nach wie vor verpönt, weil es nicht als hip genug gilt.

  9. Markus meint:

    Wenn man sich die Werbekampagnen anschaut zielt Google eher auf eine ältere Generation als Zielgruppe. Wobei diese auch das Geld verdient, da muss es nicht unbedingt hip sein. Ich bin der Meinung, dass Facebook eher für die jüngeren interessant ist. Außerdem hoffe ich, dass bei Google nicht unendlich viele Funktionen dazukommen. Facebook war mir dann irgendwann mal zu übersichtlich.

  10. Alek meint:

    Die Bedeutungskraft von Facebook für den Social Buzz ist zwar wirklich nicht mehr wegzudenken, aber der Entwicklung des Portals sehe ich trotzdem skeptisch entgegen. Die Einführung der Pflicht-Facebook-Mails für jeden hat doch auch ganz bestimmt einen Hintergedanken – vielleicht die Hoffnung, dass man die Mail auch für andere Dienste nutzt? Selbst wenn Facebook den Inhalt der Mails nicht liest, könnten sie trotzdem anhand des Headers erfahren, was den Kunden interessiert, da sie den Mailserver kontrollieren. Eine Bestellung bei @autoteile oder @zalando wäre schon goldwert im Marketing um die Werbung noch gerichteter an die Zielgruppe zu vermitteln.

  11. Susann Genske meint:

    G+ hat ein neues Layout – schön… Aber interessiert der Dienst deswegen mehr Leute als bisher? Ich denke mal nicht, denn die Leute sind doch von der Sozialen Netzwerke überdrüssig. Einmal Twitter – war lustig, Facebook – naja und jetzt reichts aber auch. Wie Markus schon sagte – für Kiddies ist das sicher interessant. Mit einem gewissen Spieltrieb macht das sogar Spaß. Aber auf mich macht das eher einen gezwungenen Eindruck.

  12. Volker Geyer meint:

    Ich möchte Ihnen an dieser Stelle einmal ein Kompliment machen. Ihr Blog hat ausgezeichnete Beiträge und lässt sich hervorragend lesen. Ich bin ein regelmäßiger Verfolger Ihrer Artikel und sende Ihnen hiermit ein WEITER SO in die „Redaktion“.

    Beste Grüße
    Volker Geyer
    http://www.malerische-wohnideen.de

  13. Lisa meint:

    Susann, das seh ich anders. Gut, mit Twitter kann ich auch nichts anfangen, aber Facebook nutze ich mittlerweile seit Jahren regelmäßig. Mit Google+ hab ich mich bisher nicht sonderlich beschäftigt, allerdings habe ich festgestellt, dass das Design für viele Menschen wichtig ist. Ich erinnere mich noch, wie oft über den Designwechsel bei Myspace geredet wurde. Also schätze ich, dass es keine unwichtige Sache ist, um Menschen zu ziehen.

  14. Daniel meint:

    Ich benutze beides, jedoch werde ich mit google+ noch nicht so ganz warm. Vielleicht habe ich bisher auch einfach nur zu wenig Zeit gehabt, mich im Detail damit zu beschäftigen. Momentan finde ich facebook irgendwie immer noch übersichtlicher, aber ich denke, die Entwicklung beider Systeme ist noch lange nicht abgeschlossen.

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