Der Corporate Blog des Monats Januar: Der Shopblogger

Von Corporate Blogging4 Kommentare

“Vom Leben zwischen Kasse und Leergut” berichtet Björn Harste aus Bremen mittlerweile seit sechs Jahren aus seinem Einkaufsmarkt, und avancierte damit zu einem der erfolgreichsten Geschäftsblogs überhaupt.

Wir haben ihn zu seinem Weblog befragt:

Herr Harste, der Shopblogger gilt nicht nur als ein besonders gelungenes Beispiel für einen Geschäftsblog, der Weblog und dessen Inhalte sind fast schon „Kult“ geworden. Hätten Sie am Anfang mit einem solch großen Erfolg gerechnet?

Nein, definitiv nicht. Ich habe aber auch nicht annähernd damit gerechnet, dass die täglichen Leserzahlen in fünfstellige Bereiche gelangen könnten.

Ich wollte für mich und vielleicht ein paar Interessierte Dinge festhalten, die mich hier in meinem (Arbeits-)Alltag beschäftigen.

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Ihr Weblog hat bundesweit Fans gewonnen. Inwieweit hilft Ihnen dies für Ihr ja doch regionales Geschäft, oder bloggen Sie mittlerweile mehr aus Freude an der großen Resonanz?

Ich habe schon immer nur aus Freude am Schreiben (und der Resonanz in Form von Kommentaren) gebloggt. Es war niemals meine Absicht, auf diese Weise irgendwelche geschäftlichen Vorteile zu erlangen.

Dass dies mitunter passiert, gerade auch durch den Onlineshop, hat sich einfach im Laufe der Jahre entwickelt.

Von der regen Kommentarbeteiligung können andere Blogger nur träumen. Wie schaffen Sie es, Ihre Leser so gut einzubinden?

Keine Ahnung. Das ist keine Absicht. Ich schreibe, worüber mit in den Sinn kommt und das oftmals so, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

Manche Beiträge sind für die Leser so uninteressant, so dass gar keine Kommentare folgen und andere Beiträge schaffen es auf weit über hundert Kommentare.

Bloggen Sie alleine, oder beteiligen Sie auch Ihre Mitarbeiter?

Ich schreibe ganz alleine. Von gelegentlichen Gastbeiträgen mal abgesehen. Es kommt häufig vor, dass mir meine Mitarbeiter ihre Erlebnisse hier im Markt schildern, aber jeder einzelne Blogeintrag läuft hier durch meine Hände!

Sie berichten mehrfach täglich selbst, und das neben Ihrem eigenen Betrieb. Woher nehmen Sie diese Zeit und Geduld für die Thematik?

Der "Shopblogger" Björn Harste

Nach inzwischen auf den Tag genau (seit dem 24. Januar) sechs Jahren Shopblogger habe ich eine gewisse Routine im Verfassen von Texten bekommen.

Ich erkenne ein “Blogbares Ereignis” und forme im Kopf binnen Sekunden den passenden Text in Rohform.

Dann ab ins Büro und während andere Leute zur Entspannung eine Zigarette rauchen, schreibe ich einen Blogeintrag.

Beim Shopblogger merkt man sofort, dass die Freude am Schreiben im Vordergrund steht. Wie wichtig ist dies Ihrer Meinung nach für einen gut funktionierenden Corporate Blog?

Wer aus seinem Unternehmeralltag berichten möchte, will natürlich nichts Negatives sagen. Ein reines Blog ohne Fehler, Anekdoten und Merkwürdigkeiten wird niemals authentisch wirken.

Ich brauche kein Blog zu lesen, in dem der Autor, bzw. das Unternehmen immer blütenrein und makellos dargestellt wird. Natürlich gibt es auch Dinge, die man der Öffentlichkeit nicht mitteilen möchte. Das ist vollkommen normal und mehr als verständlich. Man muss den richtigen Weg dazwischen finden.

Außerdem bringt es nichts, Texte einfach “hinzuschluren”. Tippfehler können in der Eile immer mal passieren – aber unlesbare Texte voller Rechtschreibfehler und fehlende Satzzeichen machen den Lesern keinen Spaß.

Ihre drei besten Ratschläge für alle, die mit einem eigenen Weblog über Ihren Unternehmeralltag berichten wollen?

Authentisch, kontinuierlich und lesbar schreiben.

Wie bedanken uns für das Interview, und wünschen dem Shopblogger weiterhin viel Erfolg.

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