Blogger vorgestellt: Philip Reim von eyeforspirits.com

Bei eyeforspirits.com handelt es sich um einen ganz besonderen Blog rund um das Thema “Trinkgenuss”.

Blogger Philip Reim verrät uns mehr über sein erfolgreiches Projekt, seine Erfahrungen im Bereich Keyword-Building und das Schreiben im Nischen-Bereich:

Philip, wie bist du vor zwei Jahren auf die Idee gekommen, einen Blog für „Connaisseure, Spirituosenliebhaber, Bartender und Leser mit Interesse an Genuss“ ins Leben zu rufen?

Hallo Michael. Zunächst erstmal vielen Dank für das Angebot eines Interviews.

Die Idee mit einem Spirituosenthema online zu gehen, bestand schon vor einigen Jahren. Während meines Biologie/Chemie-Studiums machte ich eine Ausbildung an der Barschule München und schrieb anschließend an der Uni meine Examensarbeit zum Thema “Chemie des Whisk(e)ys”. Da dies ein absolutes Nischenthema ist und bis dato noch nicht oft beschrieben wurde, schrieb ich zu diesem Thema Artikel für Print-Medien im Spirituoen-/Bar-Bereich.

Auf die Idee einen Blog zu diesem Thema zu gründen, wurde ich eigentlich erst durch einen Leser jener Artikel gebracht. Ich erhielt einen Anruf, ob es nicht noch mehr Infos zu diesem Thema gäbe. Das war Anfang 2010. In den mittlerweile 2 Jahren Eye for Spirits ist das Themenfeld des Blogs jedoch deutlich gewachsen. Neben den Hintergrundinfos kamen vor allem Produktneuigkeiten, Testberichte, Veranstaltungstips etc. hinzu.

Damit dürftest du dich in einer ziemlichen Blogger-Nische bewegen? Merkst du das an kontinuierlich steigenden Zugriffszahlen, und nach zwei Jahren vielleicht auch schon mit teils sehr guten Google-Positionierungen in deinem inhaltlichen Umfeld?

Ja, dieses Thema ist eine absolute Nische. Wenn man Spirituosen jedoch im Kontext “Genuss” betrachtet, wird diese Nische schon deutlich größer und man spricht mit den Themen auch weitere interessierte Leser an.

Seit Beginn von Eye for Spirits sind die Zugriffszahlen eigentlich regelmäßig gestiegen. Natürlich stagnieren die Zahlen mal von Monat zu Monat oder gehen etwas zurück, aber über einen längeren Zeitraum von mehreren Monaten betrachtet, stiegen die Visits und Impressions kontinuierlich. Vor allem im Bereich der Produktneuheiten und Testberichte merke ich deutlichen Besucheranstieg, wenn die entsprechenden Firmen große Marketing-Kampagnen im Print- und TV-Bereich schalten.

Ich denke, dass es mir diesbezüglich geholfen hat, dass ich mich gleich von Beginn des Bloggens an, mit SEO beschäftigt habe. Rückblickend auf die knapp 2 Jahre dauerte es bei einigen Blog-Optimierungsmaßnahmen jedoch sehr lange, bis sie sich bemerkbar machten.

Über die Positionierung von Eye for Spirits bei vielen relevanten Keywords kann ich mich nicht beschweren. Natürlich gibt es noch Luft nach oben, aber beim Großteil der interessante Keywords liegt der Blog meist auf Seite 1 oder 2 bei Google. Insgesamt stammen ca. 70% des Traffics auf dem Blog von Suchmaschinenergebnissen.

Du verfügst zudem über eine beachtliche Zahl an Facebook-Fans. Wie erklärst du dir das große Interesse an deinen Beiträgen?

Der Vorteil an Spirituosen-, Bar- und Genussthemen ist, dass es eine tolle und sehr kommunikative Szene dazu gibt. Reger Austausch auf Messen, Festivals und vor allem Facebook. Um daher auch den Lesern zu ermöglichen die aktuellen Artikel des Blogs auf Facebook zu abonnieren, stelle ich kurz nach Veröffentlichung eines Artikel einen entsprechenden Link auf Facebook.

Ist das Artikel-Thema interessant, ist der Besucherstrom von Facebook nicht unerheblich. Auch die Kommunikation zu verschiedenen Themen der Szene hat sich deutlich weg von den Blogkommentaren hin zu Facebook verschoben. Obwohl ich sagen muss, dass wenn die Blogkommentare für eine Diskussion genutzt werden, diese meist viel gehaltvoller und interessanter ist, als Beiträge auf Facebook.

Dein Blog ist als Partner von einem bekannten Reiseverlag ausgewiesen, ein spannendes Marketingthema für alle Blogger. Wie konntest du eine solche doch wertvolle Partnerschaft aufbauen, und merkst du dass dies deinem Weblog mehr Reputation bringt?

Ja, richtig. Seit Sommer 2010 ist Eye for Spirits Teil des vertikalen Netzwerks von DuMont.

Wenige Monate nach dem Start des Blogs erhielt ich eine Mail von einer Mitarbeitern von DuMont, in der sie mir das Netzwerk vorstellte.
Der Verlag kümmert sich bei dieser Partnerschaft um die Kommunikation mit Werbekunden und die Blogs und Websites des Netzwerkes binden die Werbeschaltflächen bei sich ein. Werden Werbeeinblendungen gezeigt, wird dies vergütet. 50 Prozent an Blog- oder Websitebetreiber, 50 Prozent an der Verlag.

Die Einnahmen variieren jedoch von Monat zu Monat, je nachdem welche Werbekunden inserieren und wie viele Besucher auf den Blog kommen. Für Betreiber von Genuss-Portalen kann ich so eine Kooperation mit DuMont nur empfehlen.

Ob es dem Weblog Reputation bringt, kann ich schlecht beurteilen. Natürlich erscheint es positiv und seriös im Netzwerk von einem renommierten Verlag zu sein, allerdings kann ich die Außenwirkung selbst schlecht beurteilen. Da müsste ich mich wahrscheinlich mal mit Außenstehenden unterhalten, wie sie das sehen.

Deine „Best of Eye for Spirits”-Seite springt einem gleich ins Auge, obwohl dezent verlinkt. Welche Erfahrungen hast du mit einem solchen Angebot für deine Leser sammeln können?

Die Idee mit der Best of-Seite war, dem Leser eine Art Inhaltsverzeichnis ähnlich wie bei einem Buch zu geben, bei der er schnell und ohne viele Klicks zu den beliebtesten Artikeln auf Eye for Spirits kommt.

Wenn ich allerdings die Zugriffe und die CTR mit der internen Verlinkung in einem Artikel bzw. den weiterführenden Artikeln am Ende eines Posts vergleiche, ist der Nutzen einer solchen Best of-Seite eher gering.

Ein paar Worte zu dir?

Uhh, das ist der einzige Teil des Interviews, bei dem ich nicht so viel zu erzählen habe. Ich bin 26, komme aus der Nähe von Regensburg und betreibe seit 2 Jahren nebenberuflich den Blog eyeforspirits.com. Nächstes Jahr bin ich 27 und auch Eye for Spirits sollte dann ein ganzes Stück größer sein. :)


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Kommentare

  1. René meint:

    Es zeigt doch mal wieder schön das man für fast alle einen Blog eröffnen kann :)

  2. Bella meint:

    und jetzt die Frage, die wohl nicht nur mir auf der Zunge prickelt (obwohl ich so gut wie nie Alkohol trinke): Bekommst du auch Produktproben zugesandt? Und wenn ja, muss man sich dann auch teilweise zwingen, oder bist du schon abgehärtet?

    Ein leckerer Whisky ist ja das eine, aber es gibt ja so moderne Gesöffe, den sieht man ja die Kopfschmerzen schon von weiten an.

    Aber sehr interessant die Vorstellung hier, mich wundert es ja auch immer wieder, worüber sich so Blogthemen finden lassen.

    • Philip Reim meint:

      @Bella
      ja, Produktproben bekomme ich regelmäßig. Die Bandbreite der einzelnen Qualitäten schwankt immer. Mal ist es ein ausgezeichnetes Produkt und mal ist es etwas, dass ich kein zweites Mal trinken würde. Das ist aber gerade das Interessante daran. Wäre alles auf demselben Niveau, wäre es langweilig.
      Der Vorteil für denjenigen, der die Proben zur Verfügung stellt, sind zum einen Backlinks als auch die Werbung für das Produkt durch den Artikel.
      Von “abgehärtet” würde ich nicht sprechen. Der Blog dreht sich um das Thema Genuss und nicht um “Suff”. Um sich ein passendes Bild von einer Abfüllung zu machen, muss man daher auch nicht gleich die ganze Flasche trinken.

      • Bella meint:

        für mich wäre das nichts, aber ich probiere ja schon nicht gerne beim Essen herum.

        Suff wollte ich dir bestimmt nicht unterstellen, abgehärtet bezog sich eher auf die Konsistenz, Geruch etc. Ich könnte, nur als Beispiel, niemals einen Kiba trinken, nie, niemals, das Zeug hat noch nicht mal Alkohol, aber die Mischung von Kirsche und Bananen löst bei mir Schüttelanfälle aus. Oder Korea (das war glaube ich Rotwein mit Cola) … uuuuuh – ich könnte von so etwas noch nicht einmal nippen.

        Aber danke für die Infos, sehr interessant

  3. @Philip: Was mich noch interessieren würde – ich hoffe die Frage ist in Ordnung – wie hältst du es bei diesem Thema mit der Verantwortung als Autor/Seitenbetreiber bzw. kannst du da überhaupt etwas tun?

    Du stellst zwar den Genuss heraus, wirbst ja aber automatisch für eine Sache die Erwachsene und keine Jugendlichen ansprechen sollte?

    • Philip Reim meint:

      Ja, das stimmt. Die Zielgruppe ist 18+. Allerdings vertreibe ich die Produkte nicht. Mehr als auf den gewissenhaften Umgang mit Alkohol hinzuweisen, kann ich daher an dieser Stelle nicht tun.

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  1. [...] Redesign von Eye for Spirits stellte mir der Buch-Autor Michael Firnkes einige Frage, die Sie im Interview auf blogprofis.de nachlesen können. Tweet {lang: [...]

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