BerufsBlogger vorgestellt: Silvio Fritzsche von yogatraumreise.de

Das Yoga Blog

Yogalehrer Silvio Fritzsche betreibt unter anderem mit www.yogatraumreise.de eine Art Firmenblog, denn dort stellt er regelmäßig spannende Inhalte zu seinem eigentlichen Beruf vor, er organisiert Yogareisen.

Wir sprachen mit ihm über seine Erfahrungen im Bereich Blogging im Gesundheitsbereich, und mit welchen Mitteln er seinen Blog so erfolgreich machen konnte:

Zugegebenermaßen bin ich mit deinen Yogablogs so ziemlich den ersten Weblogs zum Schwerpunkt Gesundheit begegnet. Du bist Yogalehrer und organisierst auch entsprechende Reisen. Wie sehr eignet sich das Medium Blog Inhalte und Botschaften zu „gesunden“ Themen an die zugehörige Zielgruppe zu bringen?

Wir betreiben zwei Blogs, wo es rund um das Thema Yoga geht. Auf www.yogabasics.de geht um allgemeine Übungspraktiken, wir erklären bestimmte Techniken, stellen Bücher vor und interviewen bekannte Yogalehrer. Auf unserem Reiseportal www.yogatraumreise.de stellen wir unsere eigenen Yogareisen vor, veröffentlichen unsere Reiseberichte und geben Empfehlung und Tipps für den nächsten (Yoga) Urlaub.

Das Bloggen hat unsere „Arbeit“ viel leichter gemacht, weil wir Texte schneller einpflegen können und das Design durch das Template (haben wir programmieren lassen!) vorgegeben ist. Im Yoga geht es in erster Linie um „Einfachheit“ und um „Freiheit“. Diese beiden Aspekte haben wir im Bloggen wieder gefunden.

Gerade auf dem Reiseblog möchten wir das „Feeling Yoga auf Reisen“ vermitteln. Dafür nutzen wir eigene Bilder, die wir im Comic-Style jedem Beitrag passende hinzufügen. Auch Bildergalerien mit der Anbindung an Picasa möchten wir nicht mehr missen. Was früher auf der „normalen“ Webseite mit Dreamweaver eine halbe Ewigkeit gedauert hat, geht so einfach und schnell. Und so sollte es sein.

Es gibt auch viele nette Spielerei mit PlugIns. So haben wir einen Countdown-Zähler auf der Yogatraumreise, der die Tage bis zur nächsten Yogareise zählt. Damit kommt noch mehr Vorfreude bei den Lesern, die eine Reise gebucht haben, auf.

Eigentlich hast du eine sehr große potenzielle Leserschaft, so ist Yoga hierzulande doch weit verbreitet. Wie internetaffin sind deine Leser, und wie stark nutzen diese Blog-Techniken wie etwa das Kommentieren oder die Weiterempfehlung von Artikeln?

Statistiken sagen, dass es zurzeit über fünf Millionen Menschen in Deutschland gibt, die bereits mit Yoga in Kontakt waren. Damit haben wir tatsächlich eine relativ große Zielgruppe. Ich habe festgestellt, dass viele Yogalehrer sehr aktiv im Internet sind und gerade Facebook wird von vielen Lehrern intensiv genutzt.

Es ist leicht Veranstaltungen (Workshops/Reisen) zu erstellen, Leute einzuladen und später Bilder auszutauschen und zu die Teilnehmer zu markieren. Auch wir mit unseren Yogatraumreisen nutzen das und möchten so eine Community aufbauen. Der „Like“ Button wird auf unseren Blogs oft genutzt und man merkt schnell, was die Leser interessiert.

Wie überall in der Blog-Szene wünschen auch wir uns mehr Kommentare in den Blogs. Yoga hat sich in Deutschland inzwischen etabliert. In Amerika war das schon bereits vor zehn Jahren so. Und deshalb wundert es mich nicht, dass große Portale wie zum Beispiel „Elephantyogajournal“ über 50.000 Fans bei Facebook haben und bestimmte Artikel hunderte Kommentare aufweisen.

Davon können alle deutschen Yogablogs nur träumen. Im Moment gibt es etwa zehn Yoga-Blogs in Deutschland. Damit ist auch in Zukunft noch viel Potential vorhanden.

Du bloggst bereits seit einigen Jahren. Was hast du in dieser Zeit gelernt, beziehungsweise welche deiner Maßnahmen waren besonders wichtig für den Erfolg deiner Blogportale?

Silvio Fritzsche

Seit drei Jahren bloggen wir. Ich schreibe immer „wir“, weil ich zwei Gastschreiberinnen mit im Boot habe.

Unseren beiden Blogs sind fast zu 99 Prozent werbefrei. Damit haben wir nie den Stress gehabt, ständiger immer wieder mehr Besucher zu angeln. Alles konnte sich kontinuierlich entwickeln und die Freude steht immer noch im Mittelpunkt.

Wir sind auch sehr großzügig im Bereitstellen von Informationen. So bieten wir unser 108-seitiges eBook „Yogabasics“ kostenlos zum Download an. Das ist unser Geschenk an die Yoga-Internet-Welt und damit haben wir uns durchaus einen Namen gemacht.

Auch das Interviewen von Yogalehrern auf Yogabasics war eine sehr gute Idee. Die Interviews posten wir u.a. bei Facebook und so lernen die Schüler ihre Yogalehrer von einer ganzen anderen (privaten) Seite kennen. Das schafft Vertrauen und zeigt, dass jeder Yogalehrer einen ganz eigenen persönlichen Zugang zum Yoga hatte. Nebenbei gibt es gute Buchempfehlungen für die Leser.

Aktuell habe ich unsere erste Yoga-Blogparade „Muss Yoga spirituell sein?!“ ins Leben gerufen. Das gab es vorher unter Yogabloggern noch nicht. Hier haben wir den Anfang gemacht und haben ein gutes Feedback bekommen. Bisher haben sich bereits sechs Yogablogger beteiligt. Da es nicht viele Yoga-Blogs gibt, ist das ein gutes Ergebnis für uns.

Würdest du heute im Nachhinein anders an das Thema Bloggen herangehen, und was sind deine Pläne mit deinen Weblogs für die Zukunft?

Groß anders würde ich nichts machen. Doch vielleicht… Vor zwei Monaten haben wir unsere Newsletter-Anmeldung auf Double Opt-In umgestellt. Das war bereits überfällig. Damit war eine Neuanmeldung verbunden und wir haben über dreiviertel unserer ehemaligen Mailkontakte ans Universum abgegeben, d.h. sie waren weg!

Unser Schwerpunkt liegt aktuell bei den Yogatraumreisen. Hier möchten wir die Teilnehmer noch mehr dazu bewegen, ihre Reiseerlebnisse im Blog mitzuteilen. Zusätzlich möchte ich auch unsere Reise-Yogalehrer besser integrieren und das sie zum Beispiel selbst interessante Themen bloggen.

Auch den ganzen Bereich „Video“ haben wir bisher völlig vernachlässigt. Und ein Gewinnspiel soll es ab nächsten Jahr auch regelmäßig geben, wo wir eine Yogareise verlosen.

Ein paar Worte zu dir persönlich?

Mein Name ist Silvio und ich wohne in Chemnitz. Ich bin Baujahr 1975 und liebe das Reisen und Yoga.

Das Medium Internet begeistert mich immer wieder aufs Neue und ich finde es großartig, fremde und unbekannte Menschen (die übers Internet unsere Reisen buchen) in der realen Welt zusammen zu bringen und gemeinsam Yoga an wunderschönen Orten zu üben. Das macht einfach nur Freude und so kann/darf es gern weiter gehen.


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Kommentare

  1. vanvox meint:

    Habe mir das eBook „Yogabasics“ gleich mal heruntergeladen. Frauen machen ja gerne Yoga… Warum gibt es eigentlich hauptsächlich männliche Yoga-Lehrer, während Kursteinehmer eher weiblich sind? Oder täusche ich mich da?

  2. Silvio meint:

    Hallo Vanvox, Du täuschst Dich! Schau mal hier:
    http://www.yogatraumreise.de/lehrer

    Im “Normalfall” gibt es mehr Frauen als Yogalehrerinnen und doch ist in den letzten Jahren die Männerquote höher geworden. Vor 100 Jahren waren Frauen das Yoga verboten, weil die Erläuchtung nur den Männer zugesprochen wurde. Liebe Grüße Silvio

  3. Wolfgang meint:

    Hallo Silvio,
    hab mir auch das E-Book bei euch besorgt. Wirklich sehr gut. War bestimmt viel Arbeit. Aber du wirst sehen, das lohnt sich mit der Zeit.

    @ Vanvox In unserem Yogastudio gibt es mehr Frauen als Männer die Yoga lehren. Verhältnis mindestens 4:1. Der Normalfall könnte aloso wirklich stimmen, so wie Silvio gesagt hat.

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