
In einer neuen Artikelserie wollen wir uns zusammen mit unserem befreundeten Blog blog-rundum.de mit den Grundlagen von Corporate- oder Firmenblogs beschäftigen.
Mit Fragen wie etwa
- Für welche Unternehmen und Dienstleistungen eignet sich dieses Medium
- Wie kann es in eine Gesamt-Marketingstrategie eingebunden werden
- Was interessiert potenzielle Leser
- Wie gelingt der erfolgreiche Start
- Welchen Marketingeffekt oder ROI kann ich damit erreichen
u.v.m. werden wir dabei die wichtigsten Punkte als kleine Entscheidungs- aber auch Starthilfe für Firmenblog-Neulinge beleuchten.
Zum Start der Reihe vorweg eigentlich gleich die erste Frage, die sich viele Firmengründer, Marketingverantwortliche, Handwerker, Vertriebler, Selbständige etc. stellen:
Passt ein Firmenblog überhaupt zu uns und unseren Dienstleistungen bzw. Produkten?
Dass man mit einem sinnvoll platzierten und gut gestalteten Corporate Blog große Erfolge im Rahmen der Online-Werbestrategie haben kann, und dass mittlerweile nicht einmal der heimische Bäcker oder Bestatter mehr auf den Onlinekanal verzichten kann, das hat sich mittlerweile auch hierzulande herumgesprochen.
Trotzdem ist gerade der Mittelstand, aber auch viele Kleinst- und Großunternehmer immer noch skeptisch, was den Weblog als Kommunikationsmittel mit Kunden und potenziellen Interessenten angeht.
Dabei zeigen doch gerade Beispiele wie etwa der Shopblogger, wie weit man auch außerhalb der Technik- und IT-Branche mit einem Businessblog kommen kann.
Und eine weitere Frage beantwortet der eher ungewollte und gerade deswegen so exzellente Erfolg des Shop-Bloggers aus Bremen:
Ein Firmenblog kann absolut zu jedem Unternehmer, zu jeder Dienstleistung, und zu jedem Produktportfolio passen. Auch die anderen von uns bislang gewählten Corporate Blogs des Monats stellen dies unter Beweis.
Wieso sollte der lokal ansässige Schreiner – um sich von der Konkurrenz abzuheben – nicht in einem Blog die besten Tipps zur Restaurierung von Möbeln geben, und selbst seine Hilfe anbieten, wenn der betreffende Heimwerker dann doch nicht mehr weiterkommt?
Und wieso sollte ein Versicherungsunternehmen nicht transparent (!) über seine Policen berichten, mit positiven aber vielleicht auch weniger positiven Beispielen, und sich so mehr Glaubwürdigkeit verschaffen?
Diese Liste könnte man endlos weiterführen.
Ein Corporate Blog passt also immer – und jetzt kommt das aber -
jedoch nur wenn man sich über folgende Bedingungen im Klaren ist:
- Kommunikation über einen Firmenblog bedeutet mehr als reines Marketing
- Corporate Blogs können nur erfolgreich sein, wenn man transparent und offen mit seinen Produkten oder Dienstleistungen umgeht, und auch kritische Stimmen zulässt
- Bloggen bedeutet sich auf einen intensiven Dialog mit den Kunden einzulassen
- Reine Selbstdarsteller sind hier leider falsch aufgehoben
- Man (oder ein geeigneter Mitarbeiter) sollte Spaß am Texten haben
- Das Unternehmen muss sich vor dem Start intensiv mit Fragestellungen wie etwa der Zielgruppe oder der Funktionsweise von Blogs generell beschäftigen (dazu jedoch in den nächsten Teilen der Serie mehr)
- Bloggen braucht Zeit bis erste Erfolge sichtbar sind
- Ein Firmenblog muss nicht teuer sein, kostet aber eine andere wertvolle Ressource: Zeit
Welche Rolle spielt nun ein Corporate Blog im Gesamt-Marketing-Mix?
Liest man Bücher wie etwa das für alle Corporate-Blog-Interessierte sehr zu empfehlende Standardwerk “Die neuen Marketing und PR-Regeln” des US-Amerikaners David Meerman Scott so könnte man zu dem Ergebnis kommen, Firmen, Selbstständige und Unternehmer ohne eigenes Weblog wären schon jetzt dem unausweichlichen “Marketingtod” geweiht.
Das mag in den USA so sein, dort ist die (Corporate) Blogosphäre uns aber auch ein paar Jahre voraus. Dennoch bin ich der Meinung, dass bei uns in wenigen Jahren der Firmenblog ebenfalls genauso wichtig werden wird, wie früher ein Eintrag in den berühmten “Gelben Seiten”.
Umso früher man auf diesen Zug aufspringt, umso besser. Ohne eine gute Vorbereitung (deswegen ja auch unsere Serie) ist jedoch ein Scheitern sehr wahrscheinlich, da die Blog-Szene und auch die internetaffine Leserschaft ihre ganz eigenen Regeln hat und auch verfolgt.
Trotzdem: Gerade wer sich jetzt schon mit Themen wie Onlinewerbung, Suchmaschinenoptimierung oder gar E-Shops und Co. auseinandersetzt, der kann in Kombination mit einem Firmenblog teilweise eine enorme Hebelwirkung erzeugen.
Wenn man es denn richtig angeht, doch dazu mehr in einem der folgenden Artikel.
Der zweite Teil der Serie folgt hier: Notwendige Kenntnisse für den Start eines Corporate Blog.
Wie anfangs erwähnt, ist diese Ratgeber-Serie zu Corporate Blogs ein kleines Experiment, welches wir zusammen mit dem E-Commerce-Experten Jörg Reintjes von blog-rundum.de durchführen.
Dies bedeutet unter anderem, dass wir uns mit den Artikeln untereinander abwechseln werden, um möglichst viele Aspekte der Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können.













[...] Passt ein Firmenblog zu uns, und welche Rolle spielt er in der Webstrategie? [...]